Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Behandlungsform, bei der das Tier als Einheit betrachtet wird. Durch sanfte Berührungen werden Spannungen und Bewegungseinschränkungen im Körper wahrgenommen und gelöst.
 
Muskeln, Gelenke, Faszien und Organe stehen in enger Verbindung zueinander. Ist das Gleichgewicht gestört, kann sich dies auf Beweglichkeit und Wohlbefinden auswirken. Die osteopathische Behandlung unterstützt den Körper dabei, seine eigenen Heilungsprozesse zu aktivieren.
 
Osteopathie kann bei Verspannungen, Bewegungseinschränkungen, nach Belastungen oder zur präventiven Gesunderhaltung sinnvoll sein. Sie ersetzt keine tierärztliche Behandlung, kann diese jedoch achtsam ergänzen.

Wann ist eine osteopathische Behandlung sinnvoll? 

Es kann sehr hilfreich sein, Dein Pferd in regelmässigen Abständen von einer Therapeutin oder einem Therapeuten beurteilen zu lassen. Routinekontrollen im Abstand von etwa 6 bis 12 Monaten – abhängig vom Gesundheitszustand und der Nutzung des Pferdes – können dazu beitragen, frühzeitig Spannungen zu erkennen und der Entstehung von Beschwerden vorzubeugen. 

 

Auch bei Veränderungen im Verhalten oder in der Bewegung kann eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein. Dazu zählen zum Beispiel ungewohnte Schreckhaftigkeit, Koppen, Headshaking, Unwohlsein oder Abwehrreaktionen beim Putzen, Satteln oder Reiten. Ebenso können plötzlich auftretende Schwierigkeiten in Stellung, Biegung oder in einzelnen Gangarten ein Hinweis auf körperliche Einschränkungen sein. Nach besonderen Belastungen wie einer Zahnbehandlung, einem längeren Transport oder einem Sturz kann eine osteopathische Begleitung ebenfalls unterstützen. 

 

Zeigt Dein Pferd jedoch eine akute Lahmheit, grossflächig blutende Wunden oder besteht die Wahrscheinlichkeit einer Trächtigkeit, sollte diese immer zuerst tierärztlich abgeklärt werden. Eine begleitende therapeutische Behandlung kann anschliessend in Absprache mit dem Tierarzt sinnvoll erfolgen.